Archive for the ‘ Category

AfD & FPÖ

Posted in ' on May 30, 2017 by et2c

Antisemitismus, völkischer Nationalismus und Geschlechterbilder
Buchvorstellung und Diskussion mit Stephan Grigat

14.06.2017 | 19:00 Uhr | SCH 100.3 | Scharnhorststr. 100

Als ausgesprochen junger Partei ist es für die „Alternative für Deutschland“ von zentraler Bedeutung, mit der „Freiheitlichen Partei Österreichs“ einen Verbündeten zu haben, der auf jahrzehntelange Erfahrung im politischen Geschäft zurückblicken kann. Auf Grund der sowohl zu Zeiten Jörg Haiders als auch unter dem heutigen Vorsitzenden Heinz-Christian Strache gesammelten Erfahrungen, wie ein Wähler*innenklientel über den harten Kern von überzeugten Rechtsradikalen hinaus angesprochen werden kann, ist die FPÖ für die AfD ein bevorzugter Partner. Für die FPÖ wiederum bietet sich erstmals die Gelegenheit, dass sich dauerhaft eine erfolgreiche Schwesterpartei in Deutschland etabliert, die zwar rechts von den Unionsparteien agiert, aber anders als etwa die NPD auch auf Bundesebene breitere Wähler*innenschichten anspricht und nicht permanent von einem Verbot bedroht ist.

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Postödipale Subjekte und ihr Geschlecht

Posted in ' on January 17, 2017 by et2c

Vortrag und Diskussion mit Tove Soiland

05.02.2017 | 16:30 Uhr | Baracke | Münster

Jacques Lacan hat mit seiner These eines Wandels in den Über-Ich-Strukturen, wie er sie in seinen Seminaren Ende der 1960er formulierte, einen wichtigen Beitrag zu einer Gegenwartsdiagnose spätkapitalistischer Gesellschaften geleistet. Unter dem Stichwort “postödipale Subjektivierung” werden seine Thesen heute von der Schule von Ljubljana weitergeführt, um die Fallstricke jener Liberalisierung, welche die Proteste der 68er Generation maßgeblich mit angestoßen haben, zu verstehen.

Vor diesem Hintergrund geht der Vortrag der Frage nach, ob dem Auftauchen multipler geschlechtlicher Positionen, wie sie heute im Zuge des cultural turn als Unterwanderung der traditionellen Geschlechterordnung hochgehalten werden, tatsächlich ein subversives Potential zukommt, oder ob diese nicht vielmehr Ausdruck einer neuartigen “Biopolitik des Genießens” sind, die, weit davon entfernt, befreite Subjekt hervorzubringen, diese einer neuartigen Form von Herrschaft unterwerfen.

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Nach Orlando

Posted in ' on October 8, 2016 by et2c

Die »queer community« übt die kulturalistische Unterwerfung
Vortrag und Diskussion mit Tjark Kunstreich

27.10.2016 | 19:30 Uhr | Hörsaal F2 | Domplatz 20-22

Die Mutmaßungen über den Massenmörder, der am 12. Juni 2016 im Pulse-Club im Alleingang einen Pogrom exekutierte, sowie die Art und Weise, in der die »queer community« den 49 Ermordeten gedenkt, haben eines gemeinsam: das Schweigen über den islamistischen Hintergrund der Tat. Dem Mörder wird zugeschrieben, er sei »homophob« aus der Verdrängung der eigenen Homosexualität gewesen; die Ermordeten werden zu Opfern zu lascher Waffengesetze in den USA. Entsprechend wendet sich die Community gleichermaßen gegen »Islamophobie und Homophobie« und protestiert in vorauseilender Empörung gegen die Stigmatisierung von Muslimen.

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Kritische Theorie und Emanzipation

Posted in ' on April 16, 2016 by et2c

Ein einführendes Tagesseminar mit Marc Jacobsen, Dirk Lehmann
und Florian Röhrbein

30.04.2016 | 10:30-18:00 Uhr | ITP | Münster

„Mitmachen wollte ich nie…“ mit diesem Ausspruch brachte Leo Löwenthal treffend das fundamentale Misstrauen zum Ausdruck, mit dem kritische Theorie der gegenwärtigen Gesellschaft begegnet. Ist dies doch eine Gesellschaft, die den Menschen einzig und allein als disponible Größe zur Auspressung von Mehrwert kennt und die ihr Anderes, Natur, rein als Gegenstand einer krämerseligen Vorstellung von Nützlichkeit betrachtet. Diese Verhältnisse, in denen Mensch und Natur gleichermaßen erniedrigte und geknechtete, verächtliche und verlassene Wesen sind, umzustürzen, steht im Zentrum aller Anstrengung von kritischer Theorie. Und insofern begreift sie sich auch als die theoretische Seite der Befreiung der Menschheit aus Ohnmacht und Gewalt.

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»Triumph des guten Willens«

Posted in ' on February 2, 2016 by et2c

Eine filmische Auseinandersetzung mit den Polemiken Eike Geisels

95 Min., Gegenfeuer Produktionen, D 2016
Filmvorführung und Diskussion mit Regisseur Mikko Linnemann

14.02.2016 | 19:00 Uhr | Baracke | Münster

„Auschwitz bleibt deutsch. Als Verbrechen zwar, aber doch auch als unvergleichliche Spitzenleistung.“ So fasste der Publizist, Historiker und Übersetzer Eike Geisel (1945-1997) in einer seiner Kritiken den Stand deutscher Erinnerungspolitik – und traf damit nicht nur den neu aufkommenden Nationalismus der 1990er ins Mark, sondern auch rechte und linke (Vor-)Arbeiter*innen der „Wiedergutwerdung der Deutschen“.
 

Geisels bis heute aktuelle Polemiken jener Jahre stehen im Zentrum des Dokumentarfilms „Triumph des guten Willens“. Drei seiner Texte, eingesprochen von Robert Stadlober, werden mit kürzlich entstandenen Aufnahmen der beschriebenen Orte kontrastiert und so mit einer Normalität konfrontiert, die es nicht geben dürfte. Interviews mit Alex Feuerherdt, Klaus Bittermann, Hermann L. Gremliza und Henryk M. Broder beleuchten zudem ausführlich Geisels Thesen in Bezug auf die gegenwärtigen gesellschaftlichen Verhältnisse und gewähren Einblicke in sein Leben.

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»we still hate mondays«

Posted in ' on January 10, 2016 by et2c

Informationsveranstaltung zur antifaschistischen Demonstration gegen “Pegida”, Islamismus und Deutschland am 18.01. in Duisburg
Vortrag und Diskussion mit einem Referenten der Gruppe Crème Critique

15.01.2016 | 19:00 Uhr | Baracke | Münster

Seit Januar letzten Jahres führt “Pegida NRW” in Duisburg montägliche “Spaziergänge” durch, an denen zuletzt zwischen 100 und 400 Rassist*innen teilnahmen. Damit ist die Großstadt die einzige in NRW, in der noch regelmäßig “Pegida”-Kundgebungen stattfinden. Zu den “Duisburger Zuständen” gehört zudem ein grassierender Antiziganismus, der Wahlerfolg rechter Parteien und der Widerwille der örtlichen Polizei zur politischen Aufklärung von rechtem Terror.
 

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Die Vorgänge in der Stadt an der Ruhrmündung sind in vielem allerdings nur eine unverfrorene Version dessen, was im gesamten Bundesgebiet passiert. Warum die Antwort auf die allgegenwärtige rassistische Stimmung neben der Solidarität mit den Betroffenen auch ein entschiedenes Engagement gegen IslamistInnen und ihre reaktionär-totalitäre Ideologie sowie eine emanzipatorische Religionskritik beinhalten muss, soll bei der Veranstaltung diskutiert werden. Außerdem wird über rechte Strukturen in und um Duisburg informiert und aufgezeigt werden, warum es wichtig ist am 18.01. “Pegida NRW” den Geburtstag zu versauen.

 

Die Gruppe Crème Critique hat in der Vergangenheit immer wieder Proteste gegen “Pegida” initiiert und beobachtet deren Kundgebungen in Duisburg seit ihrem Beginn. Anlässlich des ersten Jahrestages ruft sie zusammen mit der Emanzipatorischen Antifa zu einer Demonstration auf.

 

Posted in ' on November 4, 2015 by et2c

 
Wir sind ab jetzt unter et2c.org zu erreichen.

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