never again

Am kommenden Samstag, dem 09.11.2013, jährt sich die Reichspogromnacht zum 75. Mal. In Münster spricht aus diesem Anlass Dr. Raphael Gross während einer Gedenkstunde in der Synagoge am Freitag um 11 Uhr zum Thema “November 1938 – Das Ende der deutsch-jüdischen Epoche”.

Das Bündnis “Erinnern heißt handeln!” ruft zu einer antirassistischen Demonstration in Duisburg auf, nachdem “Pro NRW” angekündigt hatte, in Rheinhausen und Neumühl Kundgebungen durchführen zu wollen. Bereits Anfang letzten Monats ließen in diesen Stadteilen deutsche Anwohner*innen ihrem Antiziganismus zusammen mit Neonazis bei ähnlichen Kundgebungen freien Lauf. Des Weiteren werden in Essen und Friedland Antifaschist*innen gegen Veranstaltungen der NPD aktiv.

Wie im letzten Jahr erfolgt an dieser Stelle zudem ein Hinweis auf den Aufruf zur Gedenkdemonstration in Berlin-Moabit:

Vom 7. bis zum 13. November 1938 wurden in Deutschland und Österreich allerorts Synagogen angezündet, jüdische Friedhöfe zerstört, jüdische Geschäfte und Wohnungen überfallen, demoliert und geplündert. Deutsche Antisemit*innen demütigten, schlugen, vergewaltigten und ermordeten Jüdinnen und Juden. Etwa 30.000 Männer wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald, Dachau und Sachsenhausen verschleppt.
Die Pogrome stellten eine weitere, entscheidende Radikalisierung der antisemitischen Politik des NS-Regimes dar. Bis dahin hatten die Nazis jüdische Mitbürger*innen Schritt für Schritt aus der Gesellschaft ausgegrenzt: mit Berufsverboten, Ausschluss aus den Universitäten, später mit den „Nürnberger Rassegesetzen“ oder der „Arisierung“ jüdischer Unternehmen. Diese Gewalt steigerte sich in der Folgezeit und gipfelte in dem Versuch, alle Jüdinnen und Juden in Europa gezielt und umfassend zu ermorden. Bis 1945 ermordeten die Deutschen sechs Millionen Jüdinnen und Juden.

» Kein Vergessen! Kein Vergeben!

Advertisements

Comments are closed.