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Informationsveranstaltung zu antifaschistischen Aktionen im Ruhrgebiet

25.03.2010 | 19 Uhr | Club Courage | Münster

Am letzten Märzwochenende sollen im Ruhrgebiet mehrere Kundgebungen, Demonstrationen und andere Großveranstaltungen rechter Gruppierungen stattfinden. Die rechtsnationale Pro NRW will am 26. März in sechs verschiedenen Ruhrgebietsstädten Kundgebungen vor muslimischen Zentren und Gebetshäusern durchführen. Am 27.03. plant sie eine “internationale Konferenz”, die sich einem “europaweiten Verbot von Minaretten” verschreibt. Am 28.03. soll ein “Sternmarsch” auf eine Duisburger Moschee im Stadtteil Marxloh folgen. Auch die nordrheinwestfälische NPD plant ein “Aktionswochenende” gegen “islamische Machtsymbolik” – am 27.03. will sie eine Kundgebung vor der Duisburger Merkez-Moschee und am 28. eine Demonstration in Duisburg durchführen.

Auch wenn die Protestaktionen in erster Linie darauf abzielen werden, die Hetze von Pro NRW und NPD zu verhindern, gilt es dabei eine emanzipatorische Perspektive zu wahren. Nur eine radikale Kritik der bestehenden Verhältnisse und ein progressiver Ansatz können ein selbstbestimmtes Leben in einer befreiten Gesellschaft ermöglichen.
Die Kunst wird also nicht darin bestehen, die Leute dafür auf die Straße zu bringen, ohnehin ungefragten Gästen den Ausgang zu zeigen. Die Aufgabe besteht vielmehr darin, dafür zu sorgen, dass die Geschehnisse maßgeblich von kommunistischer und radikalantifaschistischer Gesellschaftskritik geprägt sein werden. Das umfasst die theoretische und praktische Aktion gegen das rechte Spektrum, gegen seine falschen Gegner_innen wie auch die mehrheitstauglichen Ideologien, die dafür verantwortlich sind, dass reaktionäre Strukturen so weitreichenden Einfluss gewinnen können. Den Nazis und Rassist_innen mit allen Mitteln das Wochenende zu versauen und ihren falschen Gegner_innen aus allen Spektren den Gleichschritt zu verweigern ist also kein Widerspruch, sondern unbedingte Notwendigkeit.

 

Zu den geplanten Gegenaktionen informieren Referent_innen des emanzipatorischen Antifa-Bündnis "Rechtes Märchenland zerlegen!".

Außerdem wird es die Möglichkeit geben, die "Duisburger Petition" mit Referent_innen der Gruppe et2c zu diskutieren.

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